Tourenbericht: Eisfahrt 2005 - von Richard Limacher
Es war wieder einmal Winter. Das neue Jahr hatte gerade begonnen. Um genau zu sein, es wurde der 2. Januar 2005 geschrieben. Es war einer dieser Tage, wo man sich lieber auf dem Ofenbank wärmte, als vor die Tür zu gehen. Selbst das Quecksilber mochte nicht über 0°C zu steigen.

Trotz dieser widrigen Umstände trafen sich drei verwegene Kajakfahrer am Einstieg der Sitter in Appenzell. Sie fanden einen recht guten Wasserstand vor. Rasch wechselten sie im warmen Bus die Kleider. Ohne mit den Wimpern zu zucken, liefen sie sich in der klirrenden Kälte ein. Wenig später verabschiedeten sie sich guten Mutes vom Begleitteam Barbara, Fredy und Kurt. Diese übernahmen die Aufgabe, das Auto an den Ausstieg zu fahren. Dank dem guten Wasserstand ging es flott voran. Im nu erreichten sie die Einfahrt zur Schlucht. Beim Besichtigen kam die Ernüchterung. Äste behinderten die optimale Fahrroute. Das Risiko einer Kenterung im eisigen Wasser war relativ gross. Die beidseitig steilen Ufer behinderten ein Umtragen. Schweren Herzens entschlossen sich die drei zur Umkehr.

Zurück beim Ausstieg waren natürlich die Helfer bereits fort. Was nun? Ein Spaziergänger mit Hund hatte entgegen der allgemeinen Gepflogenheiten kein Handy mit. Zusammen stapften die drei zum nahe gelegenen Gehöft. Auf ihr Klopfen zeigte sich ein junger Bursche an der Tür. Bereitwillig lieh er ihnen sein Handy. Glücklicherweise konnten sie das Begleitteam per Handy erreichen, welches nach kurzer Zeit wieder am Einstieg eintraf. Schleunigst wurden die Boote verladen.

Wer nun denkt, das war es, liegt falsch. Kurz entschlossen fuhren sie nach Mühlau an der Thur um erneut einzuwassern. Hier fanden sie wesentlich bessere Verhältnisse vor. Sie konnten die Fahrt nach Schwarzenbach richtig geniessen. Auf der Heimfahrt waren sie sich einig, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.


Teilnehmer: Thomas, Simon und Richard
Besonderen Dank an das Begleitteam: Barbara, Fredy und Kurt
